EINZELNE BETÄUBUNGSMITTEL


Es unterliegen nur solche Substanzen dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG), die in den Anlagen I bis III des BtMG aufgeführt sind. Dazu zählen u.a. die folgenden, gängigsten Betäubungsmittel:

•    Cannabis

•    Heroin

•    Amphetamin/Methamphetamin

•    Kokain

•    Ecstasy

  1.    Spice/Neue Psychoaktive Substanzen

•    LSD

•    Psilocybin

•    GHB/GBL


Weitere Informationen zu den einzelnen Betäubungsmitteln, etwa zu deren Geschichte, zu den Einkaufspreisen oder der jeweiligen Nachweisdauer, finden Sie im Buch von Patzak/Bohnen mit dem Titel „Betäubungsmittelrecht“.



LSD


Diese Droge ist ein mittlerweile vollsynthetisch hergestelltes Halluzinogen, das
hauptsächlich auf bunten, briefmarkengroßen Löschpapier- oder Kartonstückchen (sog. „Trips“ oder „Pappen“) vertrieben wird. Der Konsum führt zu optischen Sinnestäuschungen, die sich auch in angstvollen Erlebnisveränderungen (sog. „Horrortrip“) äußern können.  



Psilocybin


Diese Droge ist ein in der Natur in einigen Pilz-Arten, insbesondere solchen der
Gattung der Psilocybe (Kahlkopf), vorkommender Stoff. Der Konsum führt zu Halluzinationen, die denen des LSD ähneln. Die Pilze werden in getrocknetem Zustand gegessen oder in einem Tee aufgelöst getrunken.  



GHB/GBL


Bei GHB handelt es sich um eine klare, farblose und geruchlose Flüssigkeit oder um ein weißes bis sandfarbenes Pulver, das in Szenekreisen als „Liquid Ecstasy“ oder „Liquid E“ bekannt ist, ohne mit dem Ecstasy chemisch oder von der Wirkung her vergleichbar zu sein. Niedrig dosiert wirkt es enthemmend und sexuell stimulierend, bei mittlerer Dosierung euphorisierend. Eine hohe Dosis führt zu Benommenheit und Bewusstlosigkeit (mit der Gefahr des Atemstillstands).

GBL ist eine Chemikalie mit derselben Wirkung wie das GHB. Es wandelt sich im menschlichen Körper in kurzer Zeit in GHB um. Während GHB dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt, handelt es bei GBL nicht um ein Betäubungsmittel. Beim Inverkehrbringen von GBL kommt aber ein Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz (AMG) in Betracht.

 

Betäubungsmittelrecht.info

Jörn Patzak

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